Ein Jahr Schüler:innenwohnen: alle sind gut angekommen


Die Kinder und Jugendlichen werden unter der Woche rund um die Uhr von sozialpädagogischen Fachkräften betreut, die Wochenenden und Ferien verbringen sie bei ihren Eltern bzw. Bezugspersonen. Sie kommen aus Familien, die aufgrund unterschiedlicher, häufig komplexer Problemlagen wie Armutsgefährdung, psychosoziale Belastungen, chronische Erkrankung oder der erhöhte Förderbedarf eines Geschwisterkindes dieses familienstärkende Angebot brauchen.
„Die Kinder haben sich gut eingelebt und wir haben Regeln und Strukturen etabliert, die in einem Haus wie unserem für das harmonische Zusammenleben notwendig sind. In der sozialpädagogischen Arbeit liegt der Fokus auf der Unterstützung beim Lernen und für die Kinder ein positives, anregendes Lernumfeld zu schaffen. Dabei arbeiten wir eng mit den Schulen zusammen und tauschen uns regelmäßig mit den Lehrkräften aus“,
erklärt Leitung Natascha Martensen. Die erfahrene Sozial- und Traumapädagogin ergänzt: „Für Eltern, die aus unterschiedlichen Gründen belastet sind, bedeutet es im Alltag eine enorme Entlastung, wenn konfliktbehaftete und zeitintensive Themen rund um die Schule wegfallen. Damit kann das Familienleben besser gelingen, wenn die Kinder an den Wochenenden und in den Ferien zuhause sind.“
Zudem werden die Kinder an alltagspraktische Fähigkeiten herangeführt, wie es auch in der Familie üblich ist. Dazu gehört die Mithilfe im Haushalt, beim Kochen und Einkaufen. Sie werden auch ermutigt, individuellen Interessen und Fähigkeiten nachzugehen und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.
Das Team besteht neben der Leitung aus vier Sozialpädagoginnen, fünf Erziehungs- und Alltagshelfer:innen und zwei Hauswirtschafter:innen, die auch für das leibliche Wohl der jungen Bewohner:innen sorgen. Eine Ergotherapeutin und eine Logopädin kommen regelmäßig ins Haus, um die Kinder je nach individuellem Bedarf zu fördern.
Neues Leben in historischem Gebäude
Mit dem Einzug des Schüler:innenwohnens im September 2025 ins ehemaligen Grafenspital – ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert – wurde einem Stück Schwertberger Geschichte neues Leben eingehaucht und ein starkes Zeichen gesetzt, dass ein lange leerstehendes, historisches Gebäude wieder sinnvoll genutzt werden kann.
„Diese Investition ist mehr als ein Bauprojekt: Sie ist ein Beitrag zur Belebung unseres Ortskerns, zur Förderung junger Menschen und zur Stärkung unserer Gemeinschaft“,
sagt Bürgermeister Max Oberleitner.
Für die Umsetzung des Projekts war auch der transparente Dialog mit den Anrainer:innen sehr wichtig. Die anfänglichen Bedenken konnten somit rasch zerstreut werden und so freut sich auch die unmittelbare Nachbarschaft über ihre neuen Bewohner:innen und dass in ihrer Siedlung eine sinnvolle Nachnutzung des alten Grafenspitals gefunden werden konnte.
„Nun liegt es an uns allen – Gemeinde, Schulen und die Soziale Initiative – diese Partnerschaft mit Leben zu füllen, damit das Schüler:innenwohnen ein Ort des Lernens, Wohnens und Miteinanders bleibt“,
so der Schwertberger Bürgermeister.
Großer Wert wurde beim Umbau neben der Energieeffizienz darauf gelegt, dass der Altbestand mithilfe gezielter Sanierungsmethoden erhalten bleibt. Durch den ergänzenden Neubau wurde für die jungen Bewohner:innen ein zeitgemäßes, allen Ansprüchen gerecht werdendes, komfortables Heim geschaffen.
Kontakt & Information: Teamleitung Natascha Martensen
E-Mail: natascha.martensen[at]soziale-initiative.at
Mobil: 0676 841314 384
Web: www.soziale-initiative.at/schuelerInnenwohnen







